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Im Test – Die X-Ray in Größe L von Hydro & Marine




    


            

„Durchleuchtet“
Im Test – Die X-Ray in Größe L von Hydro & Marine
 
Vorstellung:
 
Um die X-Ray richtig beim Namen nennen zu dürfen, muss man sich nicht röntgen lassen. Man strahlt höchstens, weil nun die neue X-Ray in der Größe L in Sichtweite kommt.
Ein Mono III Renner aus der bekannten Schmiede von Hydro & Marine. Semi-Scale Offshore Mono Boot, besagt der Verkaufs-Text. Der V-Rumpf glänzt ohne Stufen. Einige kennen die große (1.240 mm) Schwester der X-Ray L welche schon seit geraumer Zeit vertrieben wird. Großzügig, innen wie außen, bestechen die Abmessungen der X-Ray L von 850 mm Länge und einer Breite von 210 mm. Ohne sich zu verbiegen kommt man in den großzügigen Innenraum. Der Decksausschnitt, ca. 370 x 150 mm, ist gelinde gesagt riesig. Laminat und Gel-Coat des Bootes sind tadellos und in gewohnter Qualität. Sehr stabil und trotzdem leicht fühlt sich der Rumpf an. Wie bei Hydro & Marine üblich, wird mit dem Modell eine bebilderte Bauanleitung in Deutsch mitgeliefert. Beim Aufbau kommen nahezu keine Missverständnisse auf. Getestet wurde mit bereits vorhandenen Komponenten aus einem anderen Boot, um auszuloten wie sich der Stufenlose V-Rumpf verhält und welche Kraft er benötigt um angemessen zu laufen. Eingesetzt wurden ein wassergekühlter Lehner 1940/7, angetrieben von 14 älteren GP 3300 Ni-MH Sub C Zellen. Auf Neudeutsch würde man 14 Zellen für diese Anwendung eher „Downsizing“ nennen. Geregelt wird mit einem gut im Futter liegenden 120 Ampere Marine Regler, auch aus dem Hause H & M. Bei einer Lastdrehzahl von 2.239 U/Volt liegen gut 34.000 Umdrehungen am Prop an. Etwas grenzwertig für ein Mono dieser Größe, somit ist die Propeller Wahl genau zu überdenken. Aber es geht ja erstmalig ums vorsichtige Austesten der benötigten Leistung.

Baukasten und Montage:
 
Der Rumpf sieht aus wie aus dem Ei gepellt. An der Oberfläche ist somit erstmal nichts zu machen. Löcher oder gar großzügig abgeplatztes Gel-Coat? Fehlanzeige! Am Spiegel wurden die Bohrlöcher für den Antrieb, Ruder, Kühlwasser sowie Turn-Fin vermessen und angezeichnet. Nicht wundern wegen des überlangen Flex-Trimm Antriebs. Er war vorhanden und musste die Testphase über sich ergehen lassen. Generell ist es von Vorteil das Boot mit einem verstellbaren Antrieb auszustatten. Somit hat man mehr Möglichkeiten die richtige Trimmung zu erreichen. Das Ruder kam, für mich als nicht Wettbewerbs Fahrer, mittig hinter den Prop. Somit ist auch eingeschränktes Fahren entgegen der Vorzugsrichtung möglich. Trotzdem wurde rechts eine Turn-Fin angebracht um die Rechtskurven noch besser gestalten zu können. Die Verklebung von Motorträger, Servohalter und Akku-Schalen mit UHU Endfest 300 nimmt wenig Zeit in Anspruch und ist rasch erledigt. Beachten sollte man, dass die Komponenten so tief wie möglich in den Kiel fixiert werden. Der Schwerpunkt dankt es. Kurz noch einige Aufkleber gesucht und angebracht, sowie die Endmontage durchgeführt. Als Bootsständer musste eine Schwimmnudel herhalten. Zwei ca. 30 cm lange Auftriebskörper wurden mit CFK Stäben verbunden und mit Sekundenkleber gesichert. Somit hat das Boot auch beim Transport immer einen festen und weichen Stand. Vom Boot abtropfendes Wasser macht dem Material absolut nichts.
 
Optik:
 
Durch die Keilform und das elegant fließende Heck wirkt der Mono Rumpf sehr gefällig. Mit ihrer Formgebung distanziert sich die X-Ray von den ultraflachen, reinrassigen Wettbewerbsbooten oder Zweckmodellen. Ihr Design ist im Stand sowie bei Höchstgeschwindigkeit überzeugend. Klar, dass der Rumpf nicht im „Weißer Wal Kostüm“ bleiben wird. Da lohnt eine feine Lackierung allemal. Möglichkeiten für diverse Lackierungen schwirren mir schon im Kopf herum. Der kommende Winter wird sicherlich lang werden …

Stapellauf und Fahrverhalten:

 
Sonnig war es und ein perfektes Wetter zur ersten Ausfahrt. Fast kein Wind und dementsprechend in ruhige See glitt die X-Ray L ins Element. Richtig prall liegt sie im Wasser, mit selbstbewusstem Bug nach oben. Ein kleiner Gasstoß und das Modell kam umgehend in die Gleitphase. Der kräftige Lehner 1940 an dem Prather P215 Prop hatte anscheinend ein leichtes Spiel. Nach der obligatorisch verhaltenen Ehrenrunde ging es dann aufs Ganze.
Schnell war sie schon, nur flippte/wippte das Boot anfangs arg. Selbst mit den eingesetzten Power-Trim war dieses Phänomen nicht ganz einzudämmen. Also mussten tatsächlich die guten und teilweise zu unrecht verpönten Trimmklappen her. In der Summe stellte sich heraus, dass meine selbst gefertigten Klappen mit 90° gerade zum Unterwasserschiff die besten Ergebnisse brachten. In einem Alu-Winkelprofil, als Form verwendet, wurden die 15 x 20 mm und 55 mm langen Trimmklappen aus CFK laminiert. Wobei die 20 mm von der Abrisskante rausragen. Gewichtsmäßig sind die Klappen eher zu vernachlässigen, trotzdem greifen sie effizient ein. Nach dieser kleinen Modifizierung, und der neuen Justierung des Flex-Timms, läuft das Boot perfekt. Etwas Wellengang macht nun der X-Ray auch weniger aus, da die Wasserlage ruhiger und stabiler ist. Das Boot an sich ist leicht zu handhaben und die Ruderbewegungen werden sehr gut übernommen. Langsam? Mitnichten! Ich war erstaunt von der Leistung, trotz schlapper Zellen. Klar die bevorzugte Richtung ist rechts rum, nur links eingeschlagen fährt sie erstaunlicherweise auch gut. Wer es gerne noch etwas wilder mag, der kann gerne die von Hydro & Marine empfohlene Zellenzahl (16 bis 20 Sub C) einsetzen. Dann braucht es Nehmerqualitäten hinter dem Sender.

Fazit:
 
Alleine im Stand macht die voluminöse X-Ray L schon was her. Nach den besagten Modifikationen wird die bessere Wasserlage unterstrichen. Selbst mit den eingesetzten 14 Zellen ist eine erstaunliche Geschwindigkeit erreichbar. Das Modell kommt sehr schnell und einwandfrei ins Gleiten ohne auf dem Wasser zu „kleben“. Dabei ist sie einfach, jedoch nicht langweilig zu steuern. Raum, im wahrsten Sinne des Wortes, für mehr Zellen und ggf. noch größere Motoren ist natürlich vorhanden. Der Rumpf bietet sich dazu an, obwohl festzustellen ist, dass in punkto Stromverbrauch das Boot genügsam ist. Kein Festsaugen bei Glattwasser und auch noch gut zu beherrschen, wenn es mal wieder rauer wird. Nahezu Allwettertauglich…

Pro:
 
- gutes Preisleistungsverhältnis
- Hochwertiges GFK-Laminat und Gel-Coat
- ansprechendes Design
- Schnittiges Aussehen
- Großzügig bemessener Innenraum
- Sehr stabile Wasserlage, sowie einfach abzustimmen
- kein „Stromfresser“
- großer und stabiler Decksausschnitt
- Noch handliche und transportfreundliche Abmessungen
 
Contra:
 
- nichts zu bemängeln
 
Bezugsquelle:
 
 
Gesamteindruck:
 
- Sehr empfehlenswert
 
Lieferumfang (Angaben vom Hersteller):
 
- GfK-Fertigrumpf in Epoxi, hochglanz-weiß eingefärbt. Rumpf & Deck einteilig nass in nass verklebt, extra großer Decksausschnitt, Rumpfwanne CFK verstärkt, deutsche Bauanleitung.
 
RC-Funktionen:
 
- Ruderverstellung
- Geschwindigkeitsregulierung, Gemischverstellung bei Verbrenner
 
Technische Daten:
 
- Länge 850 mm
- Breite 210 mm
- Zellenzahl 16 bis 20 Sub C, 3 bis 4 Li-PO oder 3,5 ccm Verbrenner
 
Preis:
 
185,00 EUR in weiß / Rumpf in farbigen Gel-Coat gibt es Limitiert
 
Andreas Grüner

Bild-Impressionen

Autor  Andreas Grüner
Fotograf & Grafik   
Copyright

Alle Bilder, Grafiken und Videos unterliegen dem Urheberrecht -  © Copyright  Andreas Grüner

Realisiert Oktober 2007

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Publiziert am: 2008-03-21 (6954 mal gelesen)
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