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Im Test - Mentor von Multiplex





Im Test  - Mentor von Multiplex

Im Frühjahr 2008 stellte Multiplex mit dem Mentor die überarbeitete Version des erfolgreichen Trainers Magister vor. Der Mentor wird wie alle Multiplex-Modelle aus Elapor gefertigt. Durch die im Bausatz enthaltene Schleppkupplung können auch Segler mit einem Gewicht bis zu 2,2kg (Herstellerangabe) in die Luft befördert werden.
Gegenüber dem Vorgänger erhielt der Mentor ein Alu-Zweibeinfahrwerk mit großer Bodenfreiheit, in der Tragfläche werden jetzt zwei Servos für die Querruder eingesetzt und die Motoraufnahme ist nur noch für einen Elektromotor ausgelegt. Der Bausatz wird wie schon von Multiplex gewohnt in einem Karton mit einem Schaumstoffeinsatz geliefert, in dem die einzelnen Teile gut gesichert sind.

Für den Antrieb wählte ich den von Multiplex vorgeschlagenen Antriebssatz in Verbindung mit einem Multiplex Li-Batt BX 3S 3200 mAh Lipo. Im Antriebssatz ist als Motor der Himax C3528-1000, ein Regler MULTIcont BL-54 sowie ein Mitnehmer mit Propeller 11 x 5,5 enthalten.

Der Bau geht aufgrund der durchdachten Bauweise und der detaillierten Bauanleitung schnell von der Hand. Geklebt habe ich alle Elapor-Verbindungen mit dickflüssigem Sekundenkleber, die Servos wurden mit Heisskleber eingeklebt. Begonnen wird mit dem Innenausbau des Rumpfes und der Rumpfservos.

Für Seiten- und Höhenruder sind Servos in Standardgröße vorgesehen. Ich habe dazu die DS8077 von Graupner gewählt. Die Bowdenzüge werden in Aussparungen in den Rumpfseiten eingeklebt. Vom Seitenruderservo geht ein zweiter Bowdenzug zur Anlenkung des Spornrades.

Bevor die Rumpfhälften verklebt werden, muss noch die Schleppkupplung montiert und in einer Rumpfhälfte verklebt werden. Zur Ansteuerung wird wie vorgeschlagen ein Hitec HS81 (Tiny S) eingesetzt.. Wenn man die Schleppkupplung wie in der Anleitung beschrieben nur mit dem seitlichen Vierkant verklebt, besteht später die Möglichkeit, diese noch mal aus dem Rumpf herauszubekommen.

Sind alle Vorarbeiten erledigt, können die Rumpfhälften verklebt werden. Dieses sollte man mehrmals im Trockendurchlauf testen, denn trotz des eingesetzten dickflüssigen Sekundenklebers bleibt nicht mehr viel Zeit für eventuelle Korrekturen. Nach dem vollständigen Trocknen des Klebers wird das lenkbare Spornfahrwerk montiert und der Bowdenzug angeschlossenen. Als nächstes folgt das Hauptfahrwerk, dieses wird im Rumpf durch lange M3-Schrauben und insgesamt drei Kunststoffplatten gehalten.


Die Räder werden ebenfalls mittels M3-Schrauben an dem Alubügel montiert. Die Schrauben sollen mit Stoppmuttern gesichert werden. Leider sind die Schrauben so kurz, dass in den Stoppmuttern der Kunststoffeinsatz nicht erreicht wird, so daß entweder längere Schrauben oder eine zusätzliche Sicherung durch Schraubensicherung notwendig wird.

Nachdem der Rumpf auf seinem Fahrwerk steht, werden die Leitwerke eingeklebt. Dabei ist auf eine korrekte 90° Ausrichtung zu achten.
Zum Abschluß der Rumpfarbeiten erfolgt noch das Aufsetzen der Kabinen-/Motorhaube. Als Arretierung setzt Multiplex seine bekannten Verschlüsse ein. Leider sind im Baukasten die alten Ausführungen der Verschlüsse enthalten, die sehr empfindlich sind. Beim ersten Aufsetzen verbog sich dann auch gleich eine Zunge des eingeklebten Halters. In der Bauanleitung ist die stabilere Ausführung der Verschlüsse gezeichnet. Ein Anruf bei Multiplex ergab, daß ich diese Verschlüsse an meinen Händler schicken sollte und dieser würde dann von Multiplex die andere Ausführung erhalten.

Da mir dieses Verfahren zu umständlich ist, werde ich die Verschlüsse nach den Testflügen auf Magnete umstellen.

Die Tragflächen sind recht schnell fertiggestellt, da nur ein Schaumteil pro Fläche eingeklebt werden muss. Auf jeden Fall ist zu beachten, vor dem ersten Einstecken des Cfk-Rohres, auf das Trocknen des Klebers zu achten, ansonsten bekommt man dieses mit Sicherheit nicht mehr aus der Fläche.

Als Querruderservos setze ich wie schon bei der Schleppkupplung das HS81 ein. Nach Freischneiden der Ruderflächen und Einkleben der Servos müssen nur noch die Gestänge eingehangen und eingestellt werden. Alle Gestänge, Anschlüsse und Bowdenzüge sind im Baukasten enthalten.

Der Anschluß der Servos an den Empfänger erfolgt bei mir über die Verlängerungskabel mit JR-Steckverbindungen. Der Einbau des Motor geht schnell von der Hand. Beim Motorspant werden vier Schrauben eingesetzt, mit denen der Sturz und Seitenzug einfach eingestellt werden kann. Der Motor und Regler werden mit 3,5 mm Goldkontaktstecker fertig konfektioniert geliefert, die Verbindung Akku zum Regler ist mit den grünen Multiplexsteckern ausgeführt. Da ich meine Modelle alle mit Goldkontaktsteckern ausgestattet habe, wurden am Regler und Akku 4 mm Goldkontaktstecker angelötet. Der mitgelieferte Regler MULTIcont BL-54 ist mit einem BEC ausgestattet, welches aber auf Empfehlung von Multiplex deaktiviert werden soll, dieses erreicht man durch Entfernen des roten Kabels am Empfängerstecker. Während Multiplex den Einsatz eines Empfängerakkus empfiehlt, habe ich ein externes 5A BEC eingesetzt, welches genügend Reserven bietet (im Bild unten das BEC und oben der Regler).

Der Regler bietet erfreulicherweise die Möglichkeit, die Drehrichtung des Motors per Programmierung zu ändern.
Weitere Parameter sind die abschaltbare Bremse und der Akkutyp (NiXX/Lipo), leider findet sich in der Bedienungsanleitung keinerlei Angabe über die Spannung, bei welcher die Unterspannungsschaltung anspricht. Die Montage der Luftschraube (APC Sport 11 x 5,5) und des Elaporspinners vervollständigen den Antrieb.

Den Empfänger (Graupner C19) habe ich ganz nach hinten in den Rumpf geschoben und mit Schaumstoff festgeklemmt. Die Antenne wird nach unten aus dem Rumpf geführt und durch Klebeband an der Rumpfunterseite befestigt. Regler und BEC wurden kurz hinter dem Motor an den Rumpfseiten mit Doppelklebeband befestigt. Der Akku wird mit dem beiliegenden Klettband auf dem Rumpfboden gesichert, die Stelle wurde nach dem Auswiegen festgelegt, der Schwerpunkt liegt 85 mm hinter der Tragflächenvorderkante.

Die Ruderausschläge wurden nach Anleitung eingestellt. Zum Abschluß wird dann noch der Dekorbogen aufgebracht, allerdings müssen leider wie allgemein üblich sämtliche Dekorelemente noch von Hand ausgeschnitten werden. Die auf den Rumpfseiten aufgebrachten Dekorelemente verschließen auch die Öffnungen der Servos.

Nach dem obligatorischen Reichweitentest konnte also jetzt der Erstflug erfolgen. Modell gegen den Wind ausgerichtet, Höhenruder gezogen und angerollt. Kurz nach dem Anrollen kann das Höhenruder losgelassen werden, sofort hebt sich das Heck und zum Abheben ist nur noch ein kurzer Zug am Höhenruder erforderlich. Der Steigflug kann recht steil erfolgen. Nach erreichen einer Sicherheitshöhe wird das Abrißverhalten gestestet. Bei voll gezogenem Höhenruder geht der Mentor in einen leichten Sackflug über, ein Abkippen über eine Fläche erfolgt nicht. Rollen erfordern recht viel Querruder und natürlich Tiefenrudereinsatz, sind aber problemlos möglich. Rückenflug ist mit viel Drücken durchführbar. Kurven lassen sich auch nur mit dem Seitenruder einwandfrei fliegen. Beim Landeanflug kann das Modell sehr langsam gemacht werden, trotzdem schwebt es schön lange im Bodeneffekt aus.
Nach dem Erstflug erfolgte die Auswertung des mitgeführtem Unilog (Testbericht bei RC Line: http://www.rcline.de/modules.php?name=Co...howpage&pid=156), dieser zeigte eine maximale Stromaufnahme von 34 A. Nach einer Motorlaufzeit von 8 min 30 sec. wurden im Akku ca. 1400 mAh nachgeladen. Motor, Regler und Akku waren nach dem Flug nicht spürbar erwärmt. Alles in Allem zeigt der Mentor ein gutmütiges Flugverhalten und ist damit mit Sicherheit auch für Anfänger geeignet.




Pro:

- gut durchdachter Bausatz
- gute Bauanleitung
- sehr gutmütiges Flugverhalten, sollte einen Anfänger nicht überfordern

Contra:

- der Kabinenhaubenverschluß war sehr schnell defekt

Technische Daten:

Spannweite: 1630 mm
Rumpflänge ü.a.: 1170 mm
Fluggewicht ca. 2000 g
Gesamtflächeninhalt: 45 dm²
Flächenbelastung ab 44,5 g/dm²
RC-Funktionen: Quer, Höhe, Seite, Motor
Option: Schleppkupplung

Preis: 124,90 EURO ohne Antriebsset  

Bezugsquelle:  www.multiplex-rc.de

Beurteilung:  gut 
                       

Videobeitrag:

Bild-Impressionen

Autor & Tester  Wolfram Holzbrink
Fotograf & Grafik Wolfram Holzbrink & Walter Neyses 
Copyright

Alle Bilder, Grafiken und Videos unterliegen dem Urheberrecht -  © Wolfram Holzbrink

Realisiert Juni 2008

3892 Klicks als Newsartikel









Publiziert am: 2008-07-09 (9880 mal gelesen)
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