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Im Test - Airwolf Walkera Dragonfly 5G4Q3 
 
Airwolf - den Star der US-amerikanischen Fernsehserie gibt es nun als Koaxial-Helicoter von trendtraders. Die vorbildgetreue Nachbildung des luftigen Serienhelden geht auf seinen ersten Einsatz. Eine Bell 222 wurde für die Serie Airwolf optisch modifiziert und erhielt Düsen- und Waffenattrappen, um ihn als ultimativen Kampfhubschrauber wirken zu lassen. In drei Staffeln kämpften „Huckleberry“ Hawke und Dominic Santini mit ihrem Wunderhelicopter für das Gute. Ab 1987 wurde eine vierte und letzte Staffel des Airwolf produziert. Den Airwolf hat sich die Firma trendtraders zur Vorlage genommen und diese bringt den neuen Koaxialhelicopter nun auf den Markt. Getreu zur Serie wurde das Modell mit den entsprechenden Waffen- und Düsenattrappen ausgestattet, so dass das Modell sehr scale wirkt. Ebenso wurde die Rumpfhülle in der Originallackierung (Filmversion) realisiert. Die Optik ist einfach perfekt.

Das Modell ist nach Entnahme aus der Verkaufspackung, dem Ladevorgang des Flugakku und dem Einsetzen von 8 Mignonzellen (nicht im Paket enthalten) in die Fernsteuerung im Prinzip sofort einsatzfähig. Die Gebrauchsanweisung liegt in englischer Sprache vor. Dem Kaufpaket liegt zudem eine gesonderte deutschsprachige Anleitung mit vielen umfassenden Tipps und Hinweisen für die richtige Anwendung des Modells und seiner Funktionen vor. In der Kaufpackung integriert ist weiterhin ein 1000 mAh/10C Lipo, eine 2,4 GHz Fernsteueranlage, ein Ladegerät und ein paar Ersatzrotorblätter. Der Lipo-Akku verfügt kein Balanceranschlußkabel und wird direkt über das normale BEC-Kabel geladen. Verschiedene Waffenattrappen befinden sich ebenso in einer separaten Tüte, die vor dem ersten Start für eine optimale Optik noch am Modell angebracht werden müssen. Wie das große Vorbild verfügt auch das Modell über ein Dreibein-Fahrwerk, dass sehr stabil umgesetzt wurde. Die Gesamtoptik ist perfekt abgerundet, sobald der Lipo-Akku im Staufach in der Rumpfhülle eingelegt wird und das Anschlusskabel ebenfalls unter der Hülle verschwunden ist.
 
Mit einem Verkaufspreis von 110,- Euro gehört der Airwolf zum unteren Preissegment. In dieser Preisklasse sind keine aktuellen Modelle zu finden, die einen integrierten Überlastschutz für die Motoren oder einen Liposaver aufweisen. Diese beiden Extras, die bei einigen Modellen aus der gehobenen Preisklasse zu finden sind, wurden beim Airwolf nicht realisiert. Bei diesem Modell wurde die Technik der einklappbaren Rotorblätter realisiert. Vor jedem Start sollten die Rotorblätter der oberen und unteren Rotorblatteinheit ausgeklappt werden. Dies verhindert beim Anlauf der Motoren eine unnötige Vibration des ganzen Modells.

... der 1 Zellen LiPO 3,7V/1000mAh beim Ladevorgang

Erstflug
 
Nach der ersten Entnahme des Modells aus der Verkaufspackung wird eine schief stehende Taumelscheibe nach der Initialisierung zwischen Sender und der 4 in 1 Einheit augenscheinlich.

Die Taumelscheibe steht nach vorne und ist zudem nach links geneigt. Ein erster Flug mit dieser schiefen Taumelscheibe, macht ein enormes Gegensteuern für die Nick- und Rollfunktion notwendig. Ein Ziehen der Trimmhebel in die entsprechenden Wirkrichtungen erweist sich in deren Maximalstellung als nicht ausreichend, es muss zusätzlich mit den Steuerknüppeln nach gesteuert werden. Der Erstflug wird abgebrochen. Mit einer Zange werden die Anlenkhebel zur Taumelscheibe für Nick- und Roll aus den Kugelköpfen gedrückt und durch mehrere Umdrehungen wird die Länge der Anlenkhebel angepasst, so dass bei erneutem Einsetzen der Hebel die Taumelscheibe in beiden Achsen nun waagerecht steht.

Ein erneuter Flug zeigt nun ein zufrieden stellendes Flugbild, der Airwolf lässt sich nun erstmalig austrimmen und in einen stabilen Schwebeflug bringen. Das ausgetrimmte Modell lässt sich zielgerecht steuern und es zeigt auch eine ausreichende Agilität – Steuerbefehle werden von der 4  in 1 Einheit auch entsprechend direkt umgesetzt. Der Airwolf lässt sich bei Windstille oder geringen Windverhältnissen auch im Außenbereich sicher fliegen. Nach einer Flugzeit von 7 Minuten geht dem Airwolf sichtbar die Puste aus, die Drehzahl fällt kontinuierlich ab und das Modell muss gelandet werden. Nach der Entnahme aus dem Ladeschacht, wird eine höhere Temperatur des Flugakkus merklich. Nach einer Temperaturmessung lassen sich 52 Grad feststellen.

Fazit
 
Eine schief stehende Taumelscheibe macht einen ersten unliebsamen Eingriff in die Mechanik notwendig. Dieser Faktor trübt etwas das gute Gesamtbild zum Airwolf. Ein Laie oder Anfänger könnte mit der Kalibrierung der Taumelscheibe erstmal überfordert sein. Ist die Hürde des Eingriffs in die Mechanik überwunden, lässt sich der Airwolf ohne Probleme austrimmen und zielstrebig steuern. Sein Einsatzgebiet umfasst sowohl den Indoor- als auch den Außenbereich.
 
Mit der Umsetzung der Fernsteuerung mit der modernen 2,4 GHz Technik sind Kanalabsprachen mit anderen Piloten in einer Sporthalle nicht mehr notwendig. Somit setzt die Herstellerfirma auch auf eine sichere Funkübertragung. Nachdem die Drehzahl nach etwa 7 Minuten merklich abfällt, sollte unbedingt sofort gelandet werden. Somit wird eine Tiefentladung des Lipo-Akku vermieden. Die Akkuaufnahme ist sehr gut realisiert – er wird unter dem Rumpf in eine Akkulade gedrückt und mit einem Deckel verschlossen. Die Gesamtoptik des Airwolfs ist sehr gelungen und setzt Akzente.
 
Pro
 
-          hervorragende Optik
-          schmaler Preis
-          2,4 GHz Fernsteueranlage
 
Contra
 
-          schief stehende Taumelscheibe
 
Preis:  110,- Euro
 
Bezugsquelle:  www.trendtraders.de
 
Technische Daten:
 
Rotor: Ø 408 mm
Länge: 408 mm
Fernsteuerung: 2,4 GHz-Technik
Motoren: 2x 180er Motoren
Abfluggewicht: 228 g
Akku: 1 Zellen LiPO 3,7V/1000mAh
Flugzeit: 7 Minuten
 
Lieferumfang:
 
- flugfertig aufgebauter 4-Kanal Helikopter (RTF)
- 2,4 GHz-Fernsteueranlage
- 1 Zellen LiPO 3,7V/1000 mAh ohne Balanceranschlußkabel
- Ladegerät mit 220V Netzteil
- je ein Paar Ersatzrotorblätter für die obere und untere Rotorblatteinheit
- Gebrauchsanweisung nur in englischer Sprache
- Scale-Kit (Waffenattrappen)
 
Weitere Tipps zur Technik von Koaxial-Helicopter gibt es nun in der DMFV-Koaxial-Heli-Fibel. Die neue Fibel ist direkt bei der Service GmbH des Deutschen Modellflieger Verbandes erhältlich:
 
 
DMFV Service GmbH
Rochusstrasse 104-106
53123 Bonn
Telefon: 02 28/978 500
Telefax: 02 28/978 50 85
 
E-Mail: service.gmbh@dmfv.de
Internet: www.dmfv.de
 
Preis: 12,00 €   DIN A5 Format

Bild-Impressionen

Autor   Walter Neyses
Fotograf & Grafik Walter Neyses 
Urheberrecht

Alle Bilder, Grafiken und Videos unterliegen dem Urheberrecht von Walter Neyses

Realisiert Dezember 2008

5058 Klicks als Newsartikel









Publiziert am: 2009-01-16 (9346 mal gelesen)
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