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Bau- und Testbericht des Voltflyers 3D F3A





Der Voltflyer 3D F3A von voltmaster ... Baubericht von Frank Simon


 
Bau- und Testbericht des Voltflyers 3D F3A (lang)
 
Nachdem mein Knuffel bei einer „ungünstigen“ Landung verstorben war, musste etwas Neues her. Bei der Suche nach einem neuen Modell stolperte ich über den Voltflyer von www.voltmaster.de . Dieses Modell gibt es in mehreren Varianten (als reiner 3D-Flieger, als F3A-Flieger und jeweils noch als kurze oder lange Variante). Außerdem wird das Modell in verschiedenen Ausstattungsvarianten angeboten. Ich habe mich für das Komplettset entschieden. Dies sollte nach der Beschreibung tatsächlich absolut komplett geliefert werden, selbst passender Kleber (wahlweise UHU-Por oder Sekundenkleber) sollte dabei sein. Nun, das wollte ich genauer wissen.
 
Erster Eindruck
 
Die Lieferung des Bausatzes kam auch umgehend einen Tag nach der eMail-Bestätigung gut verpackt bei mir an. Sofort wurde das Paket genau unter die Lupe genommen. War auch alles wie beschrieben dabei? Und tatsächlich war der Baukasten absolut vollständig. Es wurden folgende Bestandteile geliefert:
 
-          geschnittene Depronteile mit allem nötigen Zubehör (diverse CFK-Stäbe und –flachprofile, GFK-Anlenkungsteile, Schrumpfschlauch)
-          Motor (Hacker A20-50s)
-          Regler Hacker X-7
-          3 Servos ES-05
-          Akku Flightpower EVO20 800mAh 3s1p
-          Empfänger GWS R4P mit passendem Quarz
-          Luftschraube GWS 8x4,3
-          ein zusätzlicher Propsaver (dem Motor liegt bereits ein Propsaver bei)
-          Kleber
-          Bauanleitung in Deutsch

Der Akku im Bausatz ist normalerweise ein 400 mAh-Typ. Gegen 3,-€ Aufpreis kann man den größeren Akku ordern. Da ich ausschließlich "outdoor" fliege, habe ich den größeren und schwereren Akku genommen.
Es ist also bis auf die Stecker für den Akku, welche eigentlich in der Vorratskiste vorhanden sein dürften, alles enthalten, was nötig ist, abflugfertig zu bauen. Das Fehlen der Akkustecker finde ich sinnvoll, da hier jeder seine eigenen Vorlieben hat.

Der Rohbau

Die Depronteile sind sauber geschnitten und unlackiert. Bei meinem Bausatz war eine Flächenhälfte leicht beschädigt. Dies wurde umgehend beanstandet und schnell wurde auch Ersatz geliefert. Somit ist der Service auch bereits getestet und für gut befunden.
 
Die Servoausschnitte sind schon an den richtigen Stellen vorhanden. Sie sind etwas kleiner als die Servos. Das erlaubt den Einsatz verschiendener Servos, da die Ausschnitte sehr einfach mit dem Messer anzupassen sind.
 
Beim Bau wird mit der Fläche begonnen. Die beiden Hälften werden verklebt und an den in der Bauanleitung beschriebenen Stellen (sie sind durch kleine Löcher markiert) mit CFK-Flachprofilen verstärkt. Eine Flächenhälfte war leicht verzogen. Dies ist jedoch kein Problem, da die Flächen an der Nasenkante mit einem CFK-Flachprofil über die ganze Breite verstärkt werden. Dabei wird ein eventueller Verzug beseitigt. 
 

Anschließend wird das Modell bereits gefinisht. Es ist bei einfachen Designs leichter, die Teile einzeln vor dem Zusammenbau zu lackieren. Wer ein aufwändiges Airbrushdesign aufbringen will, sollte das allerdings nach dem Zusammenbau machen.

 

 

Im nächsten Schritt werden die Querruder angeschlagen. Dazu muss man diese an der Seite, welche zur Tragfläche weist, im 45°-Winkel anschrägen. Das geht mit einem scharfen Messer oder feinem Schleifpapier auf einer langen Schleiflatte.

 

 

Mit breitem Tesaband kann man die Querruder nun anschlagen. Hier hat sicher auch jeder seine eigenen Methoden, so dass ich nicht näher darauf eingehen möchte.

Jetzt kann die fertige Tragfläche in den Rumpf eingeschoben und geklebt werden. Ich habe mit Sekundenkleber alles verklebt. Das ermöglicht im Gegensatz zu der UHU-Por-Klebung Korrekturen, da der Sekundenkleber nicht sofort klebt. An diesen Stellen sollte man auf Aktivator verzichten.

 

Hier wird nun die Rumpfsilhouettendraufsicht eingeschoben und angeklebt. Die Verklebung mit dem Wurzelbereich der Tragfläche habe ich wieder mit Sekundenkleber realisiert. Das muss man aber dann bis zum Aushärten fixieren.

 

 

Nun kommen die restlichen Ruder an die Reihe. Hier wird verfahren, wie bei den Querrudern. Außerdem werden jetzt die GFK-Ruderhörner in die Ruderflächen geklebt. Dazu werden Schlitze an mit kleinen Löchern versehenen Stellen geschnitten, die Ruderhörner eingesetzt und verklebt.

 

Die Rumpfnase - welche im Gegensatz zum Rest des Modells aus EPP besteht - wird kreuzförmig verklebt und an den Rumpf mit UHU-Por angeklebt.

Im nächsten Schritt kommt die sehr wichtige Tragflächenverstrebung an die Reihe. Ohne diese CFK-Verstrebung bleibt der ganze Verbund von Rumpf und Fläche eine sehr wackelige Sache. Dazu wird das Modell auf den Rücken gelegt, die Streben werden in die vorhandenen Löcher (diese sind bereits in den Teilen vom Hersteller eingebracht worden) gesteckt und mit Epoxy verklebt. Nach dem Aushärten werden die überstehenden Enden abgelängt. Dies gelingt mit Dremel und Trennscheide sehr gut. Auf die gleiche Art und Weise wird die Heckverstrebung angebracht. Diese wird leider in der Bauanleitung nicht erwähnt.

 

 

Nach der gleichen Methode wird nun das Fahrwerk angebaut. Beim Voltflyer  werden keine Räder verwendet, sondern nur Radschuhe aus EPP, welche auf einem Hallenboden sicher den Start und die Landung ermöglichen. Die Bauanleitung spricht für Outdoor-Piloten die Empfehlung aus, das Fahrwerk nicht zu montieren. Dies ist sicher ein richtiger Hinweis, da sonst ein Kopfstand beim Gasgeben die Folge sein dürfte. Da ich, wie bereits erwähnt, outdoor fliege, bin ich dieser Empfehlung gefolgt und habe das Fahrwerk nicht montiert. 

 

Der RC-Einbau

 

In der Baufolge werden jetzt die Servos an den entsprechenden Stellen eingebaut. Ich habe die Servoausschnitte angepasst und zwar so, dass die Servos stramm sitzen. Zusätzlich habe ich die Servos an den Laschen mit Sekundenkleber gesichert.

 

 

Jetzt kommt der Motoreinbau an die Reihe. Vor dem Einbau des Motors sollte man den Regler anlöten.

Der Motor wird dann an den mitgelieferten Spant geschraubt. Der Spant wird in den Ausschnitt der Rumpfnase mit Epoxy geklebt. Zusätzlich sollte man durch die Löcher kleine CFK-Stäbe in das EPP der Nase einkleben. Man kann den Motor auch nach Umbau auf Rückwandmontage einbauen. Ich habe jedoch den Motor nicht verändert und die Montage am Lagerschild realisiert.

 

 

Nun muss die Anlenkung der Ruder erfolgen. Hier hat sich die Schrumpfschlauchmethode bewährt. In der Anleitung ist dies gut beschrieben. Abweichend allerdings habe ich die Schrumpfschläuche nicht mit der Heißluftpistole geschrumpft, sondern mit einem Lötkolben. Die Gefahr, mit der Heißluftpistole trotz Vorsicht die Depronteile zu schmelzen ist groß. Mit dem Lötkolben ist diese Gefahr nicht gegeben.

 

 

 

Die Verkabelung der Komponenten schließt den RC-Einbau ab. Ich habe die Kabel mit Tesafilm fixiert.

 

 

Den Abschluß bildet das Ankleben der Torsionsverstärkung des Rumpfes. Auch sie ist an den beiden Längsseiten, wie die Ruder, angeschrägt und wird mit UHU-Por angeklebt.

Nun kann das Modell ausgewogen werden. Dazu wird der Akku so positioniert, dass man einen Schwerpunkt von 60 bis 75 mm hinter der Nasenleiste einstellen kann.  

 

Das fertige Modell soll nach Bauanleitung ca. 95g bis 190g wiegen. Dieses Gewicht habe ich deutlich überschritten. Ich habe allerdings auch nicht auf besonderen Leichtbau geachtet. Mit etwas weniger Lack, der Option der direkt verlöteten Servos am Empfänger und Regler, kann sicher noch einiges an Gewicht gespart werden. Dies war mir jedoch nicht wichtig, somit sollte das Modell auch bei leichtem Wind noch fliegbar sein. Mein Modell wiegt flugfertig 223g. Der Antrieb ist allerdings so stark, dass er  mit diesem Gewicht keine Probleme haben sollte.

 

 

Fazit

 

Das Modell kommt vollständig zum Käufer. Die Teile sind sehr sauber gefertigt und passgenau. Die Bauanleitung ist in manchen Punkten etwas unklar verfasst. Etwas Erfahrung im Bau solcher Modell erleichtert die Montage. Trotzdem sollte auch ein Anfänger mit etwas Hilfestellung das Modell bauen können.

 

 

Das Modell gibt es in mehreren Varianten. Zum Test stand noch der Bausatz des Voltflyers 3D kurz (ohne F3A) zur Verfügung. Links ist die 3D-F3A-Variante (lang) und rechts die 3D-Variante (kurz) zu sehen. Beim F3A-Typ ist die Rumpfsilhouette höher und die Tragflächen sind an den Randbögen verrundet.

 
 

Voltflyer 3D F3A (lang)

Voltmaster www.voltmaster.de

Shockflyerbausatz in Depron und EPP

Voltflyer 3D Komplett-Set mit Hacker A20-50S  165,- €

Spannweite:   785 mm

Länge über alles:   785 mm

Fluggewicht:   223 g
RC-Funktionen:    Seite, Höhe, Quer, Motorregler
Motor: Hacker A20-50s

Videobeitrag für diesen Baubericht nicht vorhanden

Servos:   3xES05
Akku:    Flightpower EVO 20 800mAh
Empfänger:   GWS R4P
Regler:   Hacker X-7
Sender:   Graupner MC-20

Pro: absolut vollständiger Komplettbausatz, gute Passgenauigkeit aller Teile, schneller Zusammenbau

Contra: Bauanleitung ist teilweise etwas umständlich verfasst

 

Gesamteindruck: sehr gut 
 
 
 
Alle Bilder und Grafiken unterliegen dem Urheberrecht  © Frank Simon 2007









Publiziert am: 2007-01-17 (11946 mal gelesen)
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